Kidslox-Bewertung – Gewährleistet es die Sicherheit Ihrer Kinder?
Sind Sie Eltern und auf der Suche nach einer App zur elterlichen Kontrolle? Dann ist Ihnen Kidslox Parental Control möglicherweise bereits begegnet. Mit der sogenannten „Telescope“-Funktion hebt sich Kidslox von vielen anderen Lösungen ab. In dieser Rezension werfen wir einen detaillierten Blick auf die Funktionen, Stärken und Schwächen von Kidslox.
Kurzüberblick: Ist Kidslox die richtige Wahl?
Kidslox eignet sich insbesondere für Eltern, deren Hauptaugenmerk auf der Verwaltung von Bildschirmzeit und Apps liegt. Die App ermöglicht es, genau festzulegen, wann und wie lange Kinder ihre Geräte nutzen dürfen. Zusätzlich können Eltern zusätzliche Bildschirmzeit als Belohnung für erledigte Aufgaben vergeben. Kinder haben zudem die Möglichkeit, über die App eine Verlängerung der Nutzungszeit anzufragen, was zu klaren und transparenten Regeln beiträgt.
Auch im Bereich der grundlegenden App-Verwaltung bietet Kidslox solide Funktionen. Eltern können einzelne Apps oder ganze App-Kategorien blockieren, App-Downloads einschränken und verhindern, dass Apps ohne Zustimmung deinstalliert werden. Eine Standortverfolgung mit einfachen Geofencing-Funktionen ist ebenfalls integriert.
Kidslox legt den Fokus klar auf Einschränkung statt auf detaillierte Überwachung. Anrufe, SMS oder Social-Media-Aktivitäten werden nicht überwacht. Zwar erstellt die App in regelmäßigen Abständen Screenshots, um einen allgemeinen Eindruck der Gerätenutzung zu vermitteln, eine inhaltliche Analyse von Gesprächen oder Interaktionen erfolgt jedoch nicht.
Zentrale Funktionen von Kidslox
Bildschirmzeit- und App-Kontrolle
Bildschirmzeit-Limits
Eltern können tägliche Nutzungszeiten festlegen, beispielsweise zwei Stunden an Wochentagen und drei Stunden am Wochenende. Während gesperrter Zeiträume bleibt das Gerät unzugänglich, was eine konsequente Einhaltung der Regeln sicherstellt. Die Zeitpläne lassen sich übersichtlich verwalten und eignen sich gut für Schulzeiten, Schlafenszeiten oder gemeinsame Familienphasen.
Im Vergleich zu anderen Lösungen ist die Flexibilität jedoch begrenzt. Apps wie AirDroid Parental Control erlauben differenziertere Regeln je nach Tageszeit, etwa die Nutzung von Lern-Apps während der Hausaufgaben bei gleichzeitiger Sperrung von Spielen oder sozialen Netzwerken.
Sofortige Gerätesperre
Mit der Lock-Funktion können Eltern ein Gerät jederzeit manuell sperren – unabhängig vom festgelegten Zeitplan. Kinder können zusätzliche Bildschirmzeit anfragen, die von den Eltern genehmigt oder abgelehnt wird. Ergänzend unterstützt Kidslox ein Belohnungssystem, bei dem zusätzliche Nutzungszeit für erledigte Aufgaben vergeben werden kann.
App-Blockierung
Kidslox ermöglicht eine einfache Kontrolle darüber, welche Apps genutzt werden dürfen. Eltern können einzelne Anwendungen oder ganze Kategorien wie Spiele oder soziale Medien blockieren. Zusätzlich lassen sich neue App-Installationen aus dem App Store oder Google Play Store unterbinden.
Inhaltsüberwachung und Web-Sicherheit
Webfilter
Der integrierte Webfilter blockiert automatisch zahlreiche ungeeignete oder altersunangemessene Webseiten. Eltern können einzelne URLs sperren oder den Internetzugang vollständig einschränken. Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, dass Webseiten nicht nach Kategorien gefiltert werden können.
Die Anpassungsmöglichkeiten sind insgesamt begrenzt. Dadurch kann es vorkommen, dass unkritische Inhalte blockiert werden, während bestimmte Inhalte über Apps oder Spiele weiterhin zugänglich bleiben.
App- und Web-Aktivitäten
Eltern erhalten Einblick in genutzte Apps sowie besuchte Webseiten. Allerdings zeigt Kidslox nicht an, wie lange einzelne Apps genutzt wurden. Zusätzlich können angesehene YouTube-Videos eingesehen werden.
Nacktbilderkennung
Die Nacktbilderkennung durchsucht die Galerie des Kindes sowie von Kidslox erstellte Screenshots nach problematischen Inhalten. Werden entsprechende Bilder erkannt, erhalten Eltern eine Benachrichtigung.
Diese Funktion arbeitet im Hintergrund und dient in erster Linie der nachträglichen Information. Eine präventive Blockierung oder Verhinderung der Weitergabe solcher Inhalte erfolgt nicht.
Telescope-Funktion
Die Telescope-Funktion erstellt automatisch oder manuell Screenshots des Kindergeräts, um einen Überblick über die aktuelle Nutzung zu ermöglichen.
In der Praxis kam es jedoch zu deutlichen Verzögerungen. Die Screenshots wurden häufig erst mehrere Minuten nach der eigentlichen Nutzung bereitgestellt, was die Funktionalität einschränkt.
Standortverfolgung
Mit dem integrierten Familien-Tracker können Eltern den aktuellen Standort ihrer Kinder sowie eine Verlaufshistorie der letzten sieben Tage einsehen. Zusätzlich lassen sich Geofencing-Zonen definieren, bei deren Betreten oder Verlassen automatisch Benachrichtigungen versendet werden.
Vor- und Nachteile
Vorteile
- Gerätesperre mit nur einem Klick
- App-Blockierung nach Kategorien
- Aktivierung des eingeschränkten YouTube-Modus aus der Ferne
- Erstellung von Screenshots zur Nutzungskontrolle
- Belohnungssystem für zusätzliche Bildschirmzeit
- Einsicht in YouTube- und TikTok-Verläufe
Nachteile
- Keine langfristige Aktivitätshistorie (monatlich)
- Keine Anzeige der Nutzungsdauer einzelner Apps
- Keine Filterung von Webseiten nach Kategorien
- Keine Überwachung von Anrufen oder SMS
- Kein Schutz oder Monitoring sozialer Netzwerke
Fazit und empfohlene Alternative
Kidslox überzeugt insbesondere durch Funktionen wie Gerätesperre, Bildschirmaufnahmen, Nacktbilderkennung und ein Belohnungssystem für Bildschirmzeit. Für Eltern, die ihren Fokus auf diese Aspekte legen, stellt Kidslox eine geeignete Lösung dar.
Wer jedoch einen umfassenderen Schutz wünscht – etwa die Überwachung von Social-Media-Inhalten, die Filterung von Webseiten nach Kategorien oder die Einsicht in Anrufe und Nachrichten – sollte einen Blick auf AirDroid Parental Control werfen.


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